Bewertung: 5 / 5

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Maze Runner

Hier wird der Film "Maze Runner" aus dem Jahr 2014 vorgestellt.
Der Film wurde vorerst auf DVD gesichtet, weil ich viel von dem Film erhofft habe, aber ich letztendlich nicht wusste was mich genau erwartet. Daher wird hier von einer Bewertung der Bild- und Tonqualität abgesehen.

Mein Fazit findet Ihr am Ende des Blogs.
Achtung, es können [SPOILER] enthalten sein, welche als solches gekennzeichnet sind. Um diese zu lesen mit der Maus über das gekennzeichnete Feld fahren. Auf eigene Gefahr!

Deutscher Titel Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth
Originaltitel The Maze Runner
Ergun's Bewertung des Films
Story Bild 3D Ton Extras Kritik
7 / 10 N.B. N.B. N.B. N.B. Besser als erwartet

 

Story

Als der jugendliche Thomas (Dylan O’Brien) in einem Aufzug erwacht, ist er zunächst desorientiert und erinnerungslos, selbst seinen Namen kennt er nicht. Der Aufzug bringt ihn an die Erdoberfläche, wo er bereits von anderen jugendlichen erwartet wird.
In seiner Panik versucht er, der Gruppe zu entkommen, jedoch muss er sehr schnell erkennen, dass ihn der Fahrstuhl auf eine Lichtung gebracht hat, die von hohen Mauern umgeben ist.
Die jugendlichen erklären Ihm, dass jeder von ihnen in diesem Fahrstuhl auf die Lichtung gebracht wurde und sich zuerst nicht an seinen eigenen Namen erinnern konnte. Diese Erinnerung käme zwar mit der Zeit zurück, aber das wäre auch die einzige. An alles andere könnte man sich nicht mehr erinnern. Thomas hat allerdings Träume, in denen er sich und ein Mädchen in einer Kommandozentrale sieht, tut diese aber zunächst als Einbildung ab.
Nachdem Thomas durch den Anführer Alby (Aml Ameen) ins Campleben eingeführt wurde, erklärt im dieser, das sie inmitten eines gigantischen Labyrinths leben, welches nach den Campregeln nur die sog. "Läufer" verlassen dürfen. Diese Kartographieren den Irrgarten, was jedoch dadurch erschwert wird, dass sich das Labyrinth ständig ändert.
Nachts wird der Zugang zum Labyrinth verschlossen; Läufer, welche bis dahin nicht aus diesem herausgekommen sind, kommen auch nicht wieder, weil nachts die Schrecken des Labyrinths herauskommen: Die Griewer...

Bemerkungen

Wer "Qube", "Divergent", "Percy Jackson" oder auch die "Tribute von Panem" mochte, der wird mit diesem Film auch seinen Spaß haben. Denn "Maze Runner" geht ähnliche Wege, was die Beklemmung von Cube, Settings a la Divergent und Teenadventures wie "Tribute von Panem" angeht, nur dass hier alles vermengt wurde. Sicherlich mag man nun denken "alles nur geklaut" und es fühlt sich streckenweise auch so an, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Denn der Mix ist durchaus gelungen, und da verzeiht man auch den "Diebstahl" bei anderen Geschichten.
Einzig die Begründung, warum die Jugendlichen in dem Labyrinth gefangen sind, ist etwas hölzern, weil

[SPOILER]

Die geistigen Eigenschaften der Jugendlichen getestet sollen werden, da sie eine gewisse Immunität gegenüber einer Krankheit haben, die sich nach einer Umweltkatastrophe ausgebreitet hat und fast die gesamte Weltbevölkerung vernichtet hat.

Wenn man mal annimmt, das geistige Eigenschaften eine immunisierene Wirkung gegen eine Viruserkrankung haben, dann wäre dafür kein solch gigantisches Labyrinth nötig, zumal man dafür ja nicht nur die Jugendlichen von außen beobachten müsste, sondern umfangreiche Tests an den Probanden selbst hätte durchführen müssen (Blutproben, Gewebeproben).

Diese Erklärung hinkt etwas.
Wenn fast die gesamte Menschheit ausgelöscht wurde, verwundert es schon WER und mit welchen MITTELN das Labyrinth erbaut wurde. Immerhin dürften die Menschen in einem solch extremen Fall der Umweltkatastrophe ganz andere Probleme haben, als sich solch eine Mammutaufgabe ans Bein zu binden, bei dem der Erfolg des Projektes nicht einmal sichergestellt ist.

Es muss aber darauf Hingewiesen werden, dass diese Punkte sich durch einen weiteren Film  (nach dem offenen Ende von "Maze Runner" ist zumindest eine Fortsetzung wahrscheinlich) noch weiter klären können und ob das die wirklichen Beweggründe zum Bau des Labyrinths waren. Ob die Protagonisten im zweiten Teil jedoch überhaupt wieder ins Labyrinth kommen sei dahingestellt, weil sie in diesem Film ja schon raus sind.

Solang man sich jedoch an den genannten Punkten nicht stört, wird man jedoch mit einem recht netten, nicht zu Actionreichen Film belohnt.
Bei den Schauspielern sticht zwar keiner wirklich hervor, aber zumindest liefern sie eine recht ordentliche Performance ab. Das Setting mit dem Labyrinth als solches ist nicht schlecht gelungen, aber ich hätte mir gewünscht, dass es hier noch mehr Kniffe wie z.B. in der Pyramide von "Alien vs. Predator" gegeben hätte. So ist das Labyrinth zwar gigantisch dargestellt und bleibt dennoch etwas farblos, weil zu "brav" angelegt.
Letztendlich folgt der Film einem, im Moment in Hollywood angesagten, Strickmuster des Teenabenteuers folgt und damit gewissen Sterotypien. Seien es die Schauspieler, welche klaren Erscheinungsbildern folgen (Die Darsteller sehen immer aus, wie aus einer Boygroup entsprungen: Wenig Ecken, wenig Kanten) oder auch die Geschichten, welche immer irgendeine mehr oder weniger schwere Romanze beinhalten müssen. Bei diesem Film hält es zumindest bei letzterm Punkt in erträglichen Maßen.
Die SFX sind auf recht gutem Niveau, obwohl es natürlich noch besser geht, aber dies mag dem Budget des Filmes von ca. 30 Mio. USD geschuldet sein.
Die Buchserie von James Dashner mit den Titeln

  1. The Maze Runner (Die Auserwählten – Im Labyrinth)
  2. The Scorch Trials (Die Auserwählten – In der Brandwüste)
  3. The Death Cure (Die Auserwählten – In der Todeszone)

weisen schon darauf hin, dass es nicht im Labyrinth weitergehen dürfte. Die englischen Buchtitel fassen die Trilogie auch nicht in einem Hauptkontext zusammen, wie es die deutschen Titel tun (Die Auserwählten - ...).
Von daher ist es schade, dass man wohl nicht zu dem Labyrinth zurückkehren wird, aber kann man darf gespannt sein, wie es weitergeht.
Der Film weist recherchegemäß Unterschiede zum Buch auf, welche zwar die Haupthandlung nicht beeinflussen, jedoch nicht marginal sind.
Nach den ersten Trailern hatte mich der Film schon interessiert, aber es ist ja meist so, dass die Erwartungen nach einem Trailer immer recht hoch sind, wenn einen das Thema anspricht.
In dieser Hinsicht war ich recht überrascht, dass mir den der Film doch so gut gefallen hat, obwohl er natürlich alle Teenieklischees erfüllt, die man so braucht.

Mit welchen Komponenten wurde der Film geschaut?
Panasonic DMP-BDT500EOpen Air Kit 250 & SUB 38 - Sony Bravia KDL-52Z5500